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Pressemitteilung zum 17. PharmaWeekend in Heidelberg

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Das diesjährige Thema unserer Fortbildungsveranstaltung – dem PharmaWeekend – lautete „Impfen – Zukunft mit Geschichte“.
Wie schon im vergangenen Jahr bei dem 16. PharmaWeekend in Tübingen, hatten wir Beiträge in englischer Sprache mit im Programm und auch einige Workshops, die für Abwechslung sorgten.

Vom 14. Bis 16. Juni trafen sich Pharmaziestudierende, Apotheker, andere Gesundheitsberufler und weitere Interessiert bei tollstem Wetter im wunderschönen Heidelberg.

Nach dem traditionellen Sektempfang wurde das 17. PharmaWeekend am Freitagabend mit einem Festvortrag von Frau Dr. Gabriele Reich von der Universität Heidelberg zum Thema „Innovative Arzneiformen: Aktuelle Trends und Herausforderungen“ eröffnet.

 

Vorträge

Das Leitthema für dieses Wochenende war natürlich auch in sämtlichen Vorträgen unverkennbar. Für jeden dürfte das Programm einen spannenden Vortrag in Petto gehabt haben, sei es zu Impfpflicht, Zulassung von Impfstoffen, Impfen in der Apotheke oder ob Schutz durch Impfen auch bei Ebola, Dengue & Co hilft.
Bereits im letzten Jahr kam der Vortrag von Dr. Sven Norman von der University of Florida, welcher in Tübingen per Videotelefonat zugeschaltet wurde, sehr gut an und auch dieses Jahr beehrte er uns mit einem Vortrag zum Thema „Pharmacists Calling the Shots in America“. In Heidelberg jedoch durften wir ihn persönlich willkommen heißen. „Die Apotheker haben Angst vor der Nadel“, sagte Dr. Sven Norman in seinem Vortrag und damit mag er vielleicht nicht ganz Unrecht haben. Denn wie sich auch in einem der angebotenen Workshops herausstellte, nehmen Pharmaziestudierende in ihrem Studium keinerlei Spritzen in die Hand und wissen daher auch nicht mit ihnen umzugehen. Doch vielleicht wird sich diese Tatsache in Zukunft ändern.
Dorothea Dalig, ehemalige EPSA Liasion Secretary des BPhD e.V. und nun für die Public Affairs Consultancy Interel in Brüssel tätig, gab uns einen Einblick in die Situationen in Europa. So kann man sich in Frankreich beispielsweise bereits in der Apotheke impfen lassen.
Auch Apotheker ohne Grenzen e.V. waren wieder einmal mit einem Beitrag auf dem PharmaWeekend vertreten. Petra Isenhuth brachte Luise Marenbach, Pharmazeutin im Praktikum bei Apotheker ohne Grenzen e.V., mit und gemeinsam zeigten sie beeindruckende Bilder aus Ebola-Gebieten und wie dort gegen die Krankheit vorgegangen wird. Impfen scheint eine so einfache Lösung zu sein, doch die größte Herausforderung ist es, das Vertrauen der Einheimischen zu gewinnen und so überhaupt die Möglichkeit zu bekommen die Menschen vor Ort impfen zu dürfen.
Insgesamt war der Hörsaal zu jeder Zeit gut gefüllt, was vor allem an den spannenden Vortragsthemen und den tollen Referenten lag.

 

Workshops

Natürlich bot das Programm auch wieder einen Workshop-Block mit insgesamt sechs parallel stattfindenden Workshops zwischen denen die Teilnehmer wählen konnten.
 
  • Workshop A: „Können wir die Nadel setzen?“ von Max Willie Georgi, Präsident des BPhD e.V.
  • Workshop B: „Impfpflicht – Auch ein Modell für Deutschland?“ von Constantin Hauser, Beauftragter für Gesundheitspolitik des BPhD e.V.
  • Workshop C: „Projekt Management“ von Kinga Dziok, Chairperson of 1st EuRO RS 2019
  • Workshop D: „Communication / critical thinking within pharmacist role in Vaccations“ von Adam Majcher, EPSA Trainer
  • Workshop E: „Ausbruch einer Infektionskrankheit“ von der bvmd
  • Worksop F: „Impfaufklärung in Deutschland – Schwierigkeiten, Chancen, Strategien“ von Dr. Uwe Rumbach, ärztlicher Berater und Unterstützer der „Impf-Dich“-Initiative, Simon Hennes, „Impf-Dich“-Lokalgruppenleiter Heidelberg und Manuel Kuhlmann, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des „Impf-Dich“-Vereins
 
Keiner der Workshops konnte über einen Mangel an Teilnehmern klagen und auch die Mittarbeit und Diskussionsfreude der Anwesenden waren sehr gut.
Wie bereits zuvor erwähnt, konnten die Teilnehmer des Workshop A gemeinsam zu dem Entschluss kommen, dass wir die Nadel mit den jetzigen Voraussetzungen nicht setzten können. Zwar können sich viele Studierende vorstellen, dass auch in der Apotheke Impfungen durchgenommen werden, die Ausbildung hierfür fehlt bislang jedoch.
Im Workshop E versuchten die Teilnehmer, welche in kleinere Gruppen eingeteilt wurden, in einem Planspiel den Ausbruch einer Infektionskrankheit zu verhindern. Geheime Zusatzzeile, wie z.B. eine mindest Spendensumme von den anderen Kleingruppen, erschwerten dieses Vorhaben, machten es im selben Moment jedoch auch realistischer.
Die Herren der „Impf-Dich“-Initiative brachten den Workshop-Teilnehmern Schwierigkeiten, Chancen und vor allem Strategien der Impfaufklärung nahe. Der ein oder andere dieser Teilnehmer wird sich sicher so sehr begeistert haben, dass auch er oder sie sich einer der Lokalgruppen anschließen wird. Ein Projekt, welches die „Impf-Dich“-Initiative bereits an einigen Studienstandorten betreut ist die Impfaufklärung im Rahmen der Teddyklinik.
 
 

Rahmenprogramm

Das Highlight dieses Wochenendes, was das Rahmenprogramm betrifft, war sicherlich die gemeinsame Wanderung auf dem Philosophenweg, mit anschließender wunderschöner Aussicht auf das Heidelberger Schloss. Als hätten wir es bestellt, gab es sogar ein Feuerwerk (Heidelberger Schlossbeleuchtung), welches alle gespannt beobachteten. Für einen Teil der Teilnehmer gab es an diesem Abend auch noch eine Nachtwächterführung durch die Stadt. Der Rest verweilte noch einige Zeit auf dem Philosophenweg um sich im Anschluss in die Innenstadt Heidelbergs zu begeben und dort den Abend in einer der Bars oder am Neckar ausklingen zu lassen.
Nach dem letzten Vortag am Sonntag hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit das Schloss zu besichtigen und einige von Ihnen bekamen sogar eine Führung durch das Apothekenmuseum im Inneren des Schlosses.
 
 
Impfen, ob wir dies einmal als Apotheker selbst durchführen oder hierbei nur indirekt mit den Patienten in Kontakt kommen werden, geht jeden von uns etwas an. Und genau das ist es, was sicher ein jeder der Teilnehmer für sich mit nach Hause nehmen konnte. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, dass sich mehr Menschen und diese auch ordnungsgemäß impfen lassen und so dafür sorgen, dass gewisse Krankheiten keine Chance mehr haben.
 
Ein ereignisreiches, informatives, kommunikatives und spaßiges Wochenende ist nun wieder vorbei und wir freuen uns schon auf das 17. PharmaWeekend 2020 in Marburg.
 
Wir danken ganz herzlich der Fachschaft Heidelberg für die tolle Organisation vor Ort sowie allen Referenten und Gästen, die das PharmaWeekend mit ihrem Wissen und Engagement bereichert haben.

Des Weiteren danken wir allen Sponsoren und Unterstützern, ohne die die Ausrichtung der Fortbildungsveranstaltung unmöglich gewesen wäre:

Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank), Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH, Deutsche Ärzte Finanz, Deutscher Apotheker Verlag, Noweda Apothekergenossenschaft eG, Ravati Seminare GmbH, Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG, Alphega Apotheken, Dr. Willmar Schwabe, Hevert Arzneimittel, Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, LTS Lohmann, Luvos Heilerde, Pohl Boskamp, Reischmann Apotheke, sanotact

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