IPSF

IPSF – International Pharmaceutical Students´ Federation

Dies ist der internationale Weltverband der Pharmaziestudierenden, der zurzeit über 350 000 Mitglieder aus 70 Staaten zählt.

IPSF wurde gegründet, um die Ausbildung der Pharmaziestudierenden zu fördern, zu verbessern und ihre Interessen weltweit zu vertreten, z.B. gegenüber FIP (International Pharmaceutical Federation: Weltverband der Pharmazeuten). Weiterhin ermöglicht IPSF eine internationale Kooperation zwischen den Studierenden, zum Beispiel mit dem Austauschprogram SEP.

Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, der IPSF Kongress. Als deutscher Pharmaziestudent bist du automatisch Mitglied im IPSF und herzlich zu den Kongressen eingeladen.

IPSF koordiniert auch verschiedene Gesundheitskampagnen, einige davon in enger Zusammenarbeit mit der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Die größten und wichtigsten davon sind die “Tobacco Alert Campaign”, die “AIDS Awareness Campaign” und die “Pharmacy Profession Awareness Campaign”. Auf den IPSF Kongressen und an den Kampagnen könnt ihr euch aktiv an der Arbeit von IPSF beteiligen.

Ich beantworte euch gerne Fragen zum diesem Thema! ipsf(at)bphd.de

Alle Mitgliedsorganisationen von IPSF findet ihr hier!

IPSF-Members

Die IPSF ist ähnlich wie der Vorstand des BPhD aufgebaut. Es gibt einen Vorstand bestehend aus Präsident, Generalsekretär und Schatzmeister, sowie den "erweiterten Vorstand", die so genannten Chairpersons. Der Vorstand sowie die Chairpersons werden auf der jährlichen Mitgliederversammlung, der General Assembly, für 1 bzw. 2 Jahre (Generalsekretär und Schatzmeister) gewählt. Anders als im BPhD hat die IPSF einen ständigen Sitz mit Büro in Den Haag in den Niederlanden. Dort wohnen für diese Zeit auch Vertreter des eigentlichen Vorstandes, da vor allem die Aufgaben des Präsidenten zu Fulltimejobs werden können.  

Mitgliedschaft

IPSF hat sowohl studentische Verbände als auch einzelne Personen als Mitglieder, sogenannte Individual Members (IM). Verbände mit Vollmitgliedschaft (engl. Full Members, FM) bilden die Mehrheit der Pharmaziestudierenden eines Landes und besitzen Stimmrecht in der Generalversammlung. Außerordentliche Mitglieder (engl. Members in Association, MiA) dürfen sich in Gespräche während der Generalversammlung einbringen, haben aber kein aktives Stimmrecht. Jede Mitgliedsorganisation bestimmt eine Kontaktperson (engl. Contact Person, CP), die das Bindeglied zwischen IPSF und den Mitgliedern des Verbands ist. Pharmaziestudierende und Graduierte (bis zu vier Jahre nach ihrem Abschluss) können Individual Member werden. Individuelle Mitglieder bekommen regelmäßig Neuigkeiten von IPSF, sind aber nicht berechtigt während der Generalversammlung abzustimmen. Freunde der Vereinigung (engl. Friends of Federation, FoF) sind Unterstützer von IPSF.  

Generalversammlung  

Die Generalversammlung trifft sich einmal im Jahr, um alle Angelegenheiten und Pläne der Vereinigung zu besprechen, Berichte einzusehen und den Vorstand zu wählen.  

Vorstand und Unterkomitees

Der IPSF Vorstand besteht aus zehn gewählten Mitgliedern: Präsident, Generalsekretär, Schatzmeister, Vorsitzender für öffentliche Gesundheit, Vorsitzender für Ausbildung, Vorsitzender für berufliche Weiterbildung, Vorsitzender für interne Beziehungen, Vorsitzender für auswärtige Beziehungen, Vorsitzender für Medien und Veröffentlichungen und Vorsitzender des Studentenaustauschprogrammes. Der Vorstand umfasst auch kooptierte Mitglieder wie den Vorsitzenden des Empfangskomitees des jährlichen Kongresses (engl. Reception Committee) und die Vorsitzende der Regionalbüros. Alle Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, wobei ein Mitglied des Vorstandes dauerhaft als Permanent Officer im IPSF Hauptsitz in Den Haag, Niederlande arbeitet. IPSF verfügt über Unterkomitees um die Arbeit des Vorstandes zu unterstützen und zu überwachen. Mitglieder können sich bei der Generalversammlung selbst für die Unterkomitees vorschlagen.  

Regionalbüros (Regional Offices)  

Das IPSF Regionalbüro ist eine funktionale Erweiterung des IPSF Vorstands, dessen Zweck darin besteht die Ziele des Verbandes auf lokaler Ebene umzusetzen und zu unterstützen. Es wird von Studierenden aus IPSF Mitgliedsländern einer bestimmten Region geleitet. Diese gewählten Mitglieder bilden so die regionale Arbeitsgruppe bilden.

  • Afrikanisches Regionalbüro (African Regional Office, AfRO) -2008 gegründet
  • Asiatisch-pazifisches Regionalbüro (Asia Pacific Regional Office, APRO) -1999 gegründet
  • Regionalbüro der östlichen Mittelmeerregion (Eastern Mediterranean Regional Office, EMRO) - 2008 gegründet
  • Panamerikanisches Regionalbüro (Pan American Regional Office, PARO) -1999 gegründet

Mit ihrer Gründung im Jahre 1949 in London, ist die International Pharmaceutical Students´ Federation (IPSF, dt. Internationale Vereinigung der Pharmaziestudierenden) eine der weltweit ältesten, international ehrenamtlich agierende Studentenorganisationen.

Die Idee IPSF zu gründen, kam 1948 von dem damaligen Sekretär der British Pharmaceutical Students‘ Association (BPSA, dt. Britischer Verband der Pharmaziestudierenden), Stephen B. Challen während dem 6. Jahreskongress der BPSA. Die Vereinigung wurde offiziell am 25. August 1949 mit der Annahme und Unterzeichnung der Satzung während der Eröffnungskonferenz in London gegründet. Am selben Tag wurde Sidney J. Relph zum ersten Präsidenten von IPSF gewählt, zusammen mit 4 weiteren Vorstandsmitgliedern. Die 8 Gründungsstaaten sind Österreich, Australien, Dänemark (die auch Finnland, Norwegen und Schweden vertraten), Island, Irland, Niederlande, Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Öffentliche Gesundheitskampagnen – Let´s get active!

Seit mehr als 50 Jahren hat sich IPSF (International Pharmaceutical Students´ Federation) zur Aufgabe gemacht seine Mitglieder aktiv zu Kampagnen zu motivieren, die der gesundheitlichen Aufklärung der Öffentlichkeit dienen.

Denn wir als Apotheker/innen sind in einer Position, in der wir das Gesundheitsbewusstsein der Leute schulen können und so können wir auch der Öffentlichkeit zeigen, dass wir keine studierten Verkäufer sind, sondern Gesundheitsexperten.

Der Public Health SPOT hält euch dabei über die aktuellen Gesundheitskampagnen auf dem Laufenden. Die aktuellen Ausgaben findest Du hier.

Was bietet IPSF?

IPSF gibt bei der Umsetzung Hilfestellung durch Hintergrundinformationen, Materialien, Fortbildungsunterlagen und Kontakte zu anderen Ländern und Studierenden, um den Einstieg in eine Aktion zu erleichtern. Viele dieser Aktionen finden in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt.

Es gibt sechs Themen auf welche sich die Projekte von IPSF aktuell konzentrieren:

Weitere Infos gibt es hier.

Was passiert bei einer solchen Kampagne?

Ziel ist es das gewählte Thema der Zielgruppe verständlich näherzubringen. Eine Kampagne kann verschiedenste Formen haben, von einem einfachen Infostand in der Uni oder einer Party für den guten Zweck bis hin zu einer groß angelegten Veranstaltung in der Fußgängerzone. Man kann Flyer verteilen, die die wichtigsten Informationen zusammenfassen oder auch Passanten durch Spiele, Rätsel und Gespräche aktiv mit einbeziehen.

Wie kann ich eine Aktion organisieren?

Eine sehr gute Hilfestellung bietet das Campaign Booklet, welches ebenfalls von IPSF herausgegeben wurde. Dort wird genau beschrieben wie man Schritt für Schritt eine Kampagne organisieren kann und woran man zu welchem Zeitpunkt denken sollte. Auch der BPhD steht dabei zur Seite, eine einfache eMail an ipsf(at)bphd.de genügt um den Kontakt aufzubauen.

Was muss ich tun, um mitzumachen?

Mitmachen kann prinzipiell jeder, der Lust hat aktiv zu werden. Ja, auch du! Wenn du neue Ideen hast und kreativ sein willst, bekommst du nähere Infos zu geplanten Aktionen vor Ort bei deiner Fachschaft. Jede helfende Hand leistet einen Beitrag für ein gesundes Zusammenleben.

Patientenberatung ist eine der Hauptaufgaben des Apothekers, deshalb ist IPSF der Meinung, dass die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten und klinisches Wissen in den pharmazeutischen Lehrplan gehören. Patient Counselling Events (PCE, dt. Patientenberatungsevent) und Clinical Skills Events (CSE) werden auf internationaler und lokaler Ebene organisiert um auf die Apothekerrolle vorzubereiten.

Beim PCE wird ein Beratungsgespräch in einer Apotheke simuliert, der Studierende hat vorher nur eine kurze Einlesezeit um sich über das abzugebende Medikament zu informieren und stellt dann seine Fähigkeiten vor einer Jury unter Beweis. PCEs demonstrieren und fördern die Bedeutung der Kommunikationsfähigkeit in der medikamentösen Therapie und Krankheitsmanagement, die Apotheker-Patienten-Beziehung und die Verbesserung der Compliance. Solche Events unterstützen eine erfolgreiche Kommunikation und Interaktion mit dem Patienten in Form eines Wettbewerbs in lockerer Umgebung.

IPSF hat gemeinsam mit der FIP Abteilung "Pharmacy Information Section" ein Booklet für Patientenberatung erarbeitet - Counselling, Concordance, and Communication: Innovative Education for Pharmacists (dt. Beratung, Konkordanz und Kommunikation: Innovative Bildung für Apotheker). Die Broschüre wurde 2005 veröffentlicht und zog viel Aufmerksamkeit auf das Thema. Es wurde Pharmaziestudierenden und Apothekern angeboten um ihre Beratungsfähigkeiten zu verbessern. Es gibt Pläne für die Weiterentwicklung des Handbuches, z.B. die Ergänzung von Leitlinien für pädiatrische Beratung und Aufklärung.

Clinical Skills Events wurden entwickelt um die Kenntnisse im Bereich der klinischen Pharmazie zu testen und zu verbessern. Es werde verschiedene Problemstellungen konzipiert, die in der Therapie auftreten können. Diese müssen Teilnehmer an verschiedenen Stationen lösen.